Käsehäppchen und Businessclass

Gestern hat mich in Amsterdam das Schicksal ereilt keinen Platz in meinem gebuchten Flug zurück nach Berlin zu bekommen, da er mit 6 Sitzen überbucht war. Dummerweise hatte mein Flug aus Dublin nach Amsterdam auch noch 30 Minuten Verspätung, so dass ich ganz am Ende der Warteliste stand. Zu allem Überfluss war dann auch noch mein Koffer in Amsterdam nicht auffindbar. Es sah also alles ziemlich schlecht aus.

Zunächst bekam ich von KLM erstmal einen Essensgutschein. Wahrscheinlich um mich zu beruhigen, denn mit vollem Magen schimpft es sich schlechter ;-). Während ich ein Sandwich aß und mir eine Tafel Ritter Sport für 2,50€ auf Kosten von KLM gekauft hatte, wurde ich auf einen neuen Flug (4 1/2 Stunden später) gebucht. Außerdem durfte ich, neben der üblichen Kompensation, Businessclass fliegen und mir die Wartezeit in der KLM-Businesslounge vertreiben. Bei Käsehäppchen und kostenlosen Getränken ließ sich die Wartezeit gut vertreiben. Der Flug um 20:15 Uhr war dann übrigens wieder überbucht!

In Berlin tauchte mein Koffer dann wie erwartet nicht auf dem Gepäckband auf. Jedoch als ich gerade bei der Gepäcksuchstelle saß, bekam ich einen Anruf vom Zoll, dass sie meinen Koffer hätten. Er wäre schon einen Flug eher in Berlin angekommen.

Am Ende wendete sich also noch alles zum Guten, nur die verlorene Zeit bekomme ich nicht zurück.

Auf die Frage, ob ich je wieder mit KLM fliegen werde, möchte ich mit einer Aussage antworten, die ich einmal im Rahmen eines Vortrags über Servicequalität gehört habe: "Customers will maybe buy the same brand again when there are no issues during the lifetime of the product, but customers will definitely buy the same brand again when there is a small issue which is resolved quickly and to the customers satisfaction.". KLM hat ohne zu Zögern und ohne Diskussion versucht das Problem aus der Welt zu schaffen und hat mir auch eine entsprechende Kompensation dafür gegeben. Mehr kann man in dieser Situation nicht erwarten.

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Anonymous Konstantin Görlich meint...

das würde ja bedeuten, daß KLM ein gepäckstück befördert hat, dessen besitzer nicht mit an bord war.

13:48  
Blogger Matthias Lange meint...

Ja, so muss es gewesen sein. Ich dachte auch immer, dass Gepäck nur mit dem Passagier reist, aber da ich ja schließlich zwei Flüge später fliegen musste (ursprünglich hieß es nur einer) und mein Gepäck in Amsterdam nicht lokalisierbar war, haben sie es wohl aus Versehen eingeladen.

21:55  

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